Sie haben alles erklärt. Alle haben zugestimmt. Und im Alltag macht Ihr Team trotzdem weiter wie vorher. Das liegt selten an fehlender Motivation. Die Neuropsychologie liefert eine andere Erklärung:
· Sie haben eine Entscheidung sorgfältig vorbereitet.
· Im Meeting wurde die neue Vorgehensweise besprochen.
· Alle Beteiligten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, haben zugestimmt.
· Die Logik war überzeugend.
· Die Vereinbarung klar.
Und einige Tage später zeigt sich im Alltag: Das Team arbeitet wieder so wie vorher.
Viele Führungskräfte interpretieren diese Situation zunächst als fehlende Konsequenz oder mangelnde Aufmerksamkeit. Die Neuropsychologie zeigt jedoch ein anderes Bild. Wissen allein verändert Verhalten nicht automatisch.
Der stille Irrtum vieler Veränderungsprozesse
In Organisationen existiert häufig eine implizite Annahme: wenn Menschen eine Entscheidung verstehen, werden sie auch danach handeln.
Die neuropsychologische Forschung beschreibt jedoch einen wichtigen Unterschied: Wissen, Lernen und Verhalten werden im Gehirn von unterschiedlichen neuronalen Systemen gesteuert. Informationen können im Gedächtnis gespeichert sein, ohne dass sie unmittelbar im Verhalten sichtbar werden. Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter kann also genau wissen, welche neue Regel gilt, jedoch in der konkreten Situation dennoch anders handeln.
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